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Erinnerung, vergessen

Menschen leben. Menschen erleben. Menschen speichern. Menschen erinnern. Aber Menschen vergessen nicht. Wir erinnern uns, wir rufen die Bilder auf, doch wir vergessen nicht - niemals. Aber Erinnerungen bringen noch etwas mit sich: Denn je mehr wir erinnern, desto befremdlicher wird, was wir da in unseren Gedanken wiedergeben. Es wird von Mal zu Mal unwirklicher, uneigener. Es wirkt immer mehr eher wie ein Film, eine Geschichte, eine Erzählung einer anderen Person, die nicht wir sind. Sie wirken verschwommener, künstlicher von Mal zu Mal. Warum also erinnern, wenn es nur zu Distanzierung von der eigenen Vergangenheit führt? Besser: Warum nicht? "Erinnerungen machen einen Menschen aus. Richtig. Doch genau so wie eine Erinnerung uns prägt, prägt uns auch der Wunsch nach ihrer Abwesenheit. Manche Dinge sind es wert, vergessen zu werden. Da aber Vergessen nicht in der Macht des menschlichen komplexen Gehirns liegt, erinnern wir. Denn gerade, wenn wir versuchen, zu vergessen, erinnern wir uns - so ist die Natur des Menschen, eher des menschlichen Bewusstseins. Dann ersteres ist so viel mehr als bloßes Wahrnehmen und Verarbeiten von Reizen und Eindrücken.

Lasst uns nicht vergebens nach Vergessen streben, sondern stattdessen nach Akzeptanz und neuen Erinnerungen.

18.6.14 23:30

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