Prince Of Freedom

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Auf Wiedersehen, Mama

Ich dachte immer, es ginge im Leben darum froh zu sein, Spaß zu haben, was zu erleben. All diese Dinge konnte ich tun - mit meinen Freunden. Ich hab die besten Freunde gehabt, die einer in seinem Leben sein eigen nennen kann. Ich hab mit ihnen gefeiert, gelacht, geweint, und was erlebt. Ich hab sie geliebt. Ich war immer nett zu ihnen. Ich hab alles für sie getan, Zeit eingeräumt, auf Schlaf verzichtet, sogar die Familie vernachlässigt - für meine Freunde, weil ich wusste, sie tun dasselbe für mich.
Ein großer Schritt in den nächsten Lebensabschnitt änderte doch einiges.
Man sieht sich nicht täglich, und verliert den täglichen Kontakt. Durch unregelmäßige Kontaktversuche wurde eine Art Freundschaft aufrecht erhalten, doch schnell schalteten sich andere ein. Kommunikation mit den essentiellen Quellen meiner Lebensfreude wurde mir verwehrt durch deren Beziehungspartner, aus Eifersucht oder simpler Paranoia oder Misstrauen und was blieb war eine differenzierte Bekanntschaft, die alles vorhergewesene in Bezug auf Distanz in den Schatten stellte. Ich wusste, das all meine Nettigkeit, alles was ich für sie getan habe, und immer noch tun würde, von ihnen nicht nur nicht gewürdigt, sondern auch nicht erwidert wurde, und gerade jetzt nicht erwidert wird. Ich habe 4 Jahre gebraucht, um zu bemerken, dass ich alleine lebe. 4 Jahre voller Selbstaufopferung, und unbezahlter Nettigkeit. 4 Jahre verschwendet, die es nie gegeben hätte, wenn ich schneller realisiert hätte, dass das Leben aus anderem besteht. Freude, Spaß und Erlebnisse? Nein. Ernst, Abstumpfung und Monotonie. Das ist das Leben. Daraus besteht Leben. Ich hab nichts erlebt, ich hab mich verlebt.
Und jetzt stehe ich hier und halte die kalte Hand meiner Mutter und merke, dass meine Wärme und meine Berührung nicht erwidert wird. Ich bereue all meine Versuche, ein guter Freund zu sein, denn es hätten Versuche sein sollen, ein guter Sohn zu sein. Ich habe meine Freunde verloren und nun meine Mutter, die mich sicherlich nie verlassen hätte bis auf heute.
Und ich schreibe diesen Brief an die Welt, in der Hoffnung, dass er gelesen wird. In der Hoffnung, dass man darüber nachdenkt. In der Hoffnung, dass man erkennt, dass ein junger Mann nicht bereit ist für eine so egoistische Welt ist.
Ich schreibe diesen Brief an dich, Mama. Damit du weißt, dass wir uns bald wiedersehen, da mich hier nichts mehr hält. Damit du weißt, dass ich dir von nun der beste Sohn sein werde.
Ich hab dich lieb.

Auf Wiedersehen, Mama.

30.7.14 23:09, kommentieren

Dieser Mensch, Freund

Es gibt diesen einen Menschen im Leben, dem man in seiner Jugend begegnet. Dieser Mensch ist besonders. Dieser Mensch hat Fähigkeiten, Talente, die man nie zuvor gesehen hat, die jeden beeindrucken, nahezu verzaubern. Dieser Mensch sieht dich und analysiert dich bei der ersten Begegnung. Dieser Mensch erkennt dein Wesen, kennt deine Gedanken, kennt dich, als kenne er dich 20 Jahre. Dieser Mensch wird dein Freund, dein erster richtiger Freund. Dein Ansprechpartner für alles.

Doch dieser Mensch wird eines Tages gehen. Sich nicht mehr melden, wie verschollen sein, weil es diesen Menschen schlecht geht. Und nichts, was du tust wird ihm helfen können. Nicht was du tust, wird ihm helfen, sondern, was du bist. Du bist nämlich da, da für diesen Menschen.

Und nach allem, nach Monaten, Jahren, nach diesem alten Leben wird dieser Mensch zurückkehren. Dieser Mensch wird zu dir zurückkehren. und nach allem, was passiert ist, werdet ihr euch verhalten, als wärt ihr nie getrennt gewesen.

Dieser Mensch bist du, Mary.

Danke!

17.7.14 08:13, kommentieren